Jodler-Doppelquartett Langenthal

Vo Alperos' u Männertreu weis gar mängs Lied z verzelle

Was isch eigetläch ä Jodu?

Wundervolle Beschreibung (Einleitung zur Broschüre des JDQL anlässlich des 50 jährigen Jubiläums)

 

Was ist eigentlich der Jodel? Wer das sagen könnte! Der könnte uns dann bei dieser Gelegenheit auch lehren, was Sonnenlachen, Lerchentriller, Wellenhüpfen ist. Hören und fühlen kann man den Jodel, schildern nicht. Einem Jodel kann ich nicht zuhören, ohne dass mein Herz und alle seine Kräfte mitspielen. Der Jodel hat keine Worte, weil Worte zu klein und zu eng für seine Empfindungen sind. Man kann alles in ihn hineinlegen. Mehr Trauer als je eine Schumannsche Melancholie, mehr Lustigkeit als die tollste Schubert-Note, mehr Begeisterung als der feierlichste Hymnus und mehr Innigkeit als das sinnigste Gedicht vermag er in mir je nach der Stunde auszulösen. Der Jodel ist ein echtes Kind der Heimat, frei wie seine Berge, ohne Takt und Notenmass, im ungezwungenen Rhythmus des Gebirges, jäh sich zu Gipfeln erschwingend und sanft zu Tälern abfallend. Am ehesten gemahnt er an das urchige Volkslied. Sprachlos und wortstumm wie er ist, erinnert er an einen Trunkenen, der vor Erregung keine Silben mehr findet. Er ist der naturwüchsigste, wildbeste, erdhafteste Ausdruck der Menschlichkeit im Frohen und Düstern, rohes oder lauteres Gold, das noch nicht ins Reglement der Schmiedekunst gekommen ist. Nach ihm, ich wette den Kopf daran, ward gleich der Psalm erfunden, der rhythmenlose Psalm der Nomadenvölker, dann die Rhapsodie und erst dann das Volkslied.

 Heinrich Federer

 

 Wis derzue cho isch 

Zusammengefasst von Andreas Bögli

 

Zu jener Zeit, als der Klub die Geburt erlebte, bestanden in der Umgebung zwei Jodlerklubs: Roggwil (Gründungsjahr 1913) und Wynau (Gründungs-jahr 1918). Der letztgenannte Klub löste sich im Jahre 1926 auf. An einem Konzert der Harmonie Langenthal im Theater, am 27. November 1921, stand unter anderem auf dem Programm "unter Mitwirkung des Jodlerklubs Roggwil". Der zweite Teil des Abends fand im Hotel Löwen statt. Der Jodlerklub Roggwil sang dort noch einige Jodellieder zur Unterhaltung. Bei diesem Anlass lernten sich Rudolf Sollberger und Hans Ledermann kennen. Die Begeisterung über die Vorträge der Jodler war bei beiden gross. Sie gelobten sich, auch in Langenthal einen Jodlerklub zu gründen und machten sich auf die Suche nach Sängern. Es war nicht leicht, ein Grüpplein zusammenzubringen. Doch am 7. Januar 1922 wurde die Gründung von 8 Mannen im Restaurant Otto Schärrer vollzogen. Am 28. August 1922 wurde der Klub offiziell getauft und trägt, der Anzahl der Gründer und Aktivsänger folgend, seitdem den Namen Jodler-Doppelquartett Langenthal.

 

Herausragende Anlässe in der Vereinsgeschichte:

 

1986 Bernisch-Kantonales Jodlerfest in Langenthal (letztes Fest 1969)

1991 Galaveranstaltung bei der Bank CS auf Guernsey / GB

1997 Trachtenweihe und 75-Jahr-Jubiläum

2010 Bernisch-Kantonales Jodlerfest

 

Vereinsziele

     

Förderung und Pflege des Jodelgesangs und des volkstümlichen Brauchtums

Nachwuchsförderung

Pflege der kameradschaftlichen Beziehungen